Die Anlage mit zunächst 1.500 Stellplätzen im Mönchsberg schuf dringend benötigten Parkraum und die Fußgängerzone in der Altstadt wurde ermöglicht. Im Rahmen eines kleinen Festaktes feierte die Salzburger Parkgaragen Gesellschaft das runde Jubiläum mit geladenen Ehrengästen im Marmorsaal des Schloss Mirabell.
Tarik Mete, AR-Vorsitzender: „Die Garage im Mönchsberg dient seit Jahrzehnten Menschen, die in der Innenstadt arbeiten, leben oder ihre Freizeit verbringen. Sie macht den Zugang zur Kultur, zum Handel und zur Gastronomie bequem und effizient – bei jedem Wetter, zu jeder Jahreszeit. Dauerparker:innen wie Besucher:innen profitieren gleichermaßen. Sie ist ein Beispiel dafür, wie Infrastruktur das Leben in der Stadt unmittelbar bereichert und erleichtert.“
Geschäftsführer Helmut Sattler: „Die Altstadtgarage in Salzburg ist eine technische und wirtschaftliche Meisterleistung. Jährlich investieren wir bis zu 1,9 Millionen Euro, um die Garage attraktiver zu machen. Rund fünf Millionen Passant:innen pro Jahr schätzen die zentrale Lage der Garage, um in unmittelbarer Nähe die Einmaligkeit der Stadt Salzburg zu erkunden, denn näher geht´s nicht.“
18 Monate Bauzeit
In den frühen 1970er Jahren war die Verkehrssituation in der Salzburger Altstadt zunehmend untragbar geworden. Die Forderung nach einer Fußgängerzone wurde lauter, gleichzeitig drängte die Frage nach einer nachhaltigen Parklösung. Nach 17 Jahren intensiver Diskussionen und über 20 gescheiterten Vorschlägen fassten Stadt und Land Salzburg 1972 einen richtungsweisenden Entschluss und gründeten Salzburger Parkgaragen-Planungs-Ges.m.b.H. Im Jänner 1974 startete der Bau unter hohem Zeitdruck. Ziel war die Fertigstellung bis zu den Salzburger Festspielen 1975 – ein ehrgeiziger Zeitplan, der tatsächlich eingehalten wurde. Nach nur 18 Monaten Bauzeit konnte die Altstadtgarage im Juli 1975 eröffnet werden.
Für den Bau mussten etwa 142.000 m³ Fels aus dem Berginneren entfernt werden – größtenteils durch maschinellen Vortrieb und schwere Planierraupen, um Sprengungen zu vermeiden. Auch bei den oberirdischen Arbeiten rund um die Ein- und Ausfahrten am Hildmannplatz und der Reichenhaller Straße waren umfangreiche Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen erforderlich, darunter die Verlegung von Obusleitungen und der Abbruch einzelner Gebäude.
Die Garage war mit einem vollautomatischen Parkleitsystem ausgestattet – eine Innovation, die zur damaligen Zeit noch Seltenheitswert hatte. Die Baukosten beliefen sich auf 332,2 Millionen Schilling.
Optimierungen führen zur Reduktion der Stellplätze
Im Zuge des 50jährigen Betriebes wurden zahlreiche Renovierungsprojekte im Hinblick auf Sicherheit, Sauberkeit, Kundenzufriedenheit und Energieeffizienz sowie notwendige Sanierungsmaßnahmen verwirklicht. In den Jahren 1999 – 2002 wurde durch den Einbau von Glasschiebetüren, der Optimierung des Beleuchtungskonzeptes und weiterer Maßnahmen wie der Vergrößerung der Stellplätze das Konzept zur benutzerfreundlichen Gestaltung des Bestandes umgesetzt. Die Gesamtanzahl der Stellplätze sank auf 1.300.
Ebenfalls in diesem Zeitraum wurde unter der Federführung der Salzburger Parkgaragengesellschaft das Parkleitsystem für die Stadt Salzburg installiert. An dieses Leitsystem sind 12 Parkbetriebe angeschlossen. Deren Auslastungsdaten werden auf den Zubringerstraßen und im Internet in Echtzeit unter www.altstadtgarage.at angezeigt. Von 2010 – 2018 erfolgte die bauliche und konstruktive Generalsanierung der Altstadtgaragen.
Heller, breiter, sicherer
In den Jahren 2024 und 2025 wurden bzw. werden ca. 3,7 Millionen Euro aufgewendet: insbesondere zur Erneuerung der elektrotechnischen Anlagenteile – wie Elektrohauptverteiler, CO-NO2-Anlage, Videoanlage und Hausleittechnik sowie Umstellung auf LED-Leuchtmittel zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Lichtqualität – sowie zur Generalsanierung der Fußgängerausgänge der Garage A zum Bürgerspital und zum Herbert-von-Karajan-Platz. Darüber hinaus konnten im Frühjahr 2025 20 Elektroladestationen errichtet und in Betrieb genommen werden.
Abschließend halten AR-Vorsitzender Mete und GF Sattler unisono fest: „Die Altstadtgarage ist ein Verbindungsstück zwischen Tradition und Innovation und ist aus der Salzburger Altstadt nicht mehr wegezudenken. Wir freuen uns über dieses besondere Jubiläum und wünschen der Altstadtgarage weitere 50 erfolgreiche Jahre“.
Im Bild links unten: die Moderatorin des Festaktes Katrin Prähauser, Bürgermeister Bernhard Auinger, Aufsichtsratsvorsitzender Tarik Mete, Christian Mooslechner, der designierte Geschäftsführer der Salzburger Parkgaragen Gesellschaft (4.v.re.), Contipark Geschäftsführer Michael Kesseler (2.v.re.) und Helmut Sattler, Geschäftsführer der Salzburger Parkgaragen Gesellschaft (re.)